21.Sept 2017

METAMORPHOSIS - Italienische Diminutionen, Arien und Instrumentalmusik des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts.

 

Die ersten Opern in Italien entstanden bei der Suche nach den Wur-

zeln des antiken Th eaters, und aus einem eigentlich konservativen

Geist heraus entwickelte sich eine völlig neue musikalische Sprache.

Italien war ein Schmelztiegel der Kulturen und die musikalischen

Wandlungen dieser Zeit spiegeln sich eindrücklich im Nebenein-

ander und Verschmelzen von Alt und Neu. Bekanntes musikalisches

Material veränderte man in Form und Auff ührung, wurde weiter-

entwickelt, in andere Kulturkreise getragen, vergessen, wieder aufge-

griff en und so in permanenter Bearbeitung neu erfunden. Im Laufe

des 17. Jhdts etablierte sich der neue Stil in ganz Europa und setzte

damit auch eine neue Einstellung zur Musik durch. Im Mittelpunkt

der Kompositionen stand nicht mehr eine gelehrte Abstraktion,

sondern die nachvollziehbaren Strukturen und die musikalischen

Aff ekte – der Mensch mit seinen unterschiedlichen Seelenzuständen.

Das Ensemble astrophil & stella lässt Sie diesen inspirierenden Schöp-

fungsprozess hörbar nachvollziehen.

Das Projekt astrophil & stella wurde von der Flötistin Johanna Bartz

ins Leben gerufen und bringt junge, international ausgebildete und

versierte Interpreten Alter Musik gemeinsam auf die Bühne. Die

Mitglieder des Ensembles haben sich in verschiedenen europäischen

Alte-Musik-Formationen wie Jordi Savalls Le Concert des Nations

und an der Schola Cantorum Basiliensis kennen- und schätzen ge-

lernt. Gesang, Traversfl öte, Gambe und Harfe bringen farbenreiche

Interpretationen polyphoner Renaissancewerke und frühbarocker

Musik zu Gehör. In dieser heutzutage nahezu vergessenen Besetzung

erwecken wir die Kammermusik des späten 15. bis frühen 17. Jahr-

hunderts wieder zum Leben. Anlässlich des Luther-Jahres 2017 ist

astrophil & stella zur Rheinsberger Hofk apelle berufen worden und

wird als Ensemble in Residence an der Rheinsberger Musikakademie

und Schloss arbeiten, forschen und spielen.

-- astrophil & stella --

Johanna Bartz - Renaissancetraverso

Claire Piganiol - Harfe & Organetto

Oscar Verhaar - Countertenor

P r o g r a m m

Sir Philipp Sidney (1554 – 1586): Loving in truth

aus “Astrophil and Stella” (1591)

 

Bellerofonte Castaldi (1581-1649): Arpeggiata a mio modo

 

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 - 1594): Vestiva e colli

Spoglia amorosi madrigali à 5 voci (Venedig 1592)

 

Giovanni Bassano (1550 – 1617): Ricercata Quinta

Ricercate, Passagi et cadentie (Venedig 1585)

 

Claudin de Sermisy (1490 – 1562): Au joli bois

Trente et une chanson musicales a quatre parties nouuellemet

(Attaignant, Paris 1529)

 

Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594)/Giovanni Battista

Bovicelli (um 1550 – ca. 1594): Io son ferito

Il terzo libro della muse a cinque voci di diversi escellentissimi

musici (Venedig 1561); Regole, passaggi di musica, madrigali et

motetti passegiati (Venedig 1594)

 

Adrian Willaert (1490 – 1562): Madonna mia fa

Canzone Villanesche alla Napolitana, Venedig 1545

 

 

P A U S E

 

Constantijn Huygens (1596 – 1687): Que ferons-nous?

Pathodia sacra et profana (Paris 1647)

 

Cipriano de Rore (ca.1516 - 1565) : Ancor che col partire

Primo libro di madrigali (1547)

 

Luca Marenzio (1553 - 1599): Veggo, dolce mio bene

Madrigali a 4 voci libro primo (1585)

 

Giovanni Girolamo Kapsperger (c.1580-1651):

Toccata – Gagliarda – Corrente

Intavolatura di Liuto, Libro Primo (Rom 1611)

 

Constantijn Huygens (1596 – 1687): A dispetto di venti – Risposto

alla fi nestra: Che rumore sento fuore?

Pathodia sacra et profana (Paris 1647)

 

Claudio Monteverdi (1567 – 1643): Sì dolce è’l tormento

Quarto scherze delle ariose vaghezze(Venedig1624)

 

 

Sabine Erdmann - Cembalo

Inka Döring - Barockcello

Christoph Timpe - Barockvioline